DPX, was für Digital Picture Exchange steht, ist ein Dateiformat, das hauptsächlich in der professionellen Film- und Fernsehbranche zur Speicherung einzelner Frames eines Kinofilms oder einer Videosequenz verwendet wird. Entwickelt von der SMPTE (Society of Motion Picture and Television Engineers) als Standard SMPTE 268M-2003, ist es ein Eckpfeiler des Digital Intermediate (DI) Workflows. DPX-Dateien sind darauf ausgelegt, die höchstmögliche Bildqualität von Filmscans oder High-End-Digitalkameras zu bewahren, wobei Bilder oft in einem unkomprimierten oder leicht komprimierten Zustand mit hohen Bit-Tiefen (z. B. 10-Bit oder 12-Bit logarithmische oder lineare Farbräume) gespeichert werden. Diese Fähigkeit stellt sicher, dass der gesamte Dynamikumfang und die Farbinformationen, die von der Originalquelle erfasst wurden, erhalten bleiben, was DPX ideal für kritische Postproduktionsaufgaben wie Color Grading, visuelle Effekte und Langzeitarchivierung macht. Eine typische DPX-Sequenz besteht aus zahlreichen einzelnen DPX-Dateien, die jeweils einen einzelnen Frame darstellen und sequenziell benannt sind (z. B. 'shot_001.00000.dpx', 'shot_001.00001.dpx'). Das Format beinhaltet auch umfangreiche Metadatenfelder, die die Speicherung wichtiger Informationen wie Timecode, Keycode, Filmrolle und Frame-Nummern, Kameraeinstellungen und Farbraumdetails ermöglichen, welche für die Aufrechterhaltung der Konsistenz und die Nachverfolgung von Assets in komplexen Produktionspipelines unerlässlich sind. Trotz der großen Dateigrößen, die mit ihrer unkomprimierten Natur verbunden sind, sind DPX-Dateien aufgrund ihrer Wiedergabetreue und Robustheit in der professionellen Film- und Videoproduktion unverzichtbar.