JPEG 2000 (häufig assoziiert mit der Erweiterung .jp2 oder .j2k) ist ein Bildkompressionsstandard, der von der Joint Photographic Experts Group (JPEG) als Nachfolger des ursprünglichen JPEG-Standards (JFIF/JPEG) entwickelt wurde. Er nutzt eine wellenbasierte Kompressionstechnologie, die signifikante Vorteile gegenüber der diskreten Kosinustransformation (DCT) bietet, welche im traditionellen JPEG verwendet wird. Zu den Schlüsselmerkmalen von JPEG 2000 gehören eine überlegene Kompressionseffizienz, insbesondere bei sehr niedrigen Bitraten, und die Fähigkeit, sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Kompression innerhalb derselben Dateistruktur zu unterstützen. Darüber hinaus unterstützt das Format hohe Bittiefen, mehrere Farbräume und die Region-of-Interest (ROI)-Kodierung, was es ermöglicht, spezifische Bildteile mit höherer Auflösung als andere zu dekodieren. Dies macht es äußerst geeignet für professionelle Anwendungen wie medizinische Bildgebung (DICOM verwendet häufig JPEG 2000), digitales Kino, Archivierungszwecke und die Speicherung hochwertiger Fotografien, bei denen überlegene Skalierbarkeit und Qualitätserhaltung von größter Bedeutung sind. Das Format ist in ISO/IEC 15444 definiert.