Das Quicken Interchange Format (QIF) ist ein älteres Dateiformat, das zur Speicherung von Finanzdaten wie Banktransaktionen, Anlageportfolios und Budgetinformationen verwendet wird. Ursprünglich von Intuit für die persönliche Finanzsoftware Quicken entwickelt, basiert das Format auf einer einfachen ASCII-Textstruktur. Jeder Eintrag in einer QIF-Datei wird durch einen spezifischen Zeichencode kategorisiert, wie zum Beispiel 'D' für das Datum, 'T' für den Betrag, 'P' für den Zahlungsempfänger und 'M' für eine Notiz, gefolgt von den eigentlichen Daten. Da es sich um ein reines Textformat handelt, ist es für Menschen lesbar und für Entwickler relativ einfach zu parsen, was zu seiner weiten Verbreitung in verschiedenen Finanzverwaltungsanwendungen führte. QIF verfügt jedoch nicht über robuste Sicherheitsfunktionen und unterstützt keine modernen Bankstandards wie OFX (Open Financial Exchange), weshalb es in zeitgenössischer Bankensoftware weitgehend durch sicherere und strukturiertere Formate ersetzt wurde. Dennoch bleibt es ein gängiges Format für den Export historischer Daten aus älteren Finanzsystemen oder für den Import in persönliche Buchhaltungssoftware, die weiterhin Abwärtskompatibilität bietet.