Die HDR-Dateiendung bezieht sich primär auf das Radiance HDR-Bildformat, das ursprünglich von Greg Ward für das Radiance Synthetic Imaging System entwickelt wurde. Es handelt sich um ein Rasterbildformat mit hohem Dynamikumfang (High Dynamic Range, HDR), das zur Speicherung fotografischer Bilder mit einem signifikant höheren Leuchtdichtebereich als Standard-Digitalbildformate wie JPEG oder PNG verwendet wird. Anstatt der traditionellen 8 Bit pro Farbkanal nutzen HDR-Dateien das RGBE-Format (Red, Green, Blue, Exponent), was ihnen ermöglicht, eine riesige Bandbreite an Lichtintensitäten der realen Welt darzustellen, von direktem Sonnenlicht bis hin zu tiefen Schatten. Diese Fähigkeit macht sie unverzichtbar in der professionellen Fotografie, im 3D-Rendering und bei visuellen Effekten (VFX) für bildbasierte Beleuchtung (Image-Based Lighting, IBL). Durch die Verwendung einer HDR-Datei als Umgebungskarte kann 3D-Software präzise simulieren, wie Licht aus einer spezifischen realen Szene mit virtuellen Objekten interagieren würde. Obwohl das Format älter ist, bleibt es aufgrund seiner Effizienz und der Fähigkeit, Beleuchtungsdaten ohne wesentliche Verluste zu speichern, ein Standard in der Computer-Grafikindustrie, obwohl es Konkurrenz von neueren Formaten wie OpenEXR erhält, die mehr Funktionen und höhere Bittiefen bieten.