Eine symbolische Verknüpfung, oft abgekürzt als Symlink oder Softlink, stellt kein herkömmliches Dateiformat dar, das Benutzerdaten wie Dokumente oder Bilder speichert. Stattdessen handelt es sich um ein spezielles Objekt innerhalb eines Dateisystems, das als Zeiger oder Referenz auf eine andere Datei oder ein Verzeichnis fungiert, welches sich an einem beliebigen Ort im Dateisystem befinden kann. Sobald das Betriebssystem auf einen symbolischen Link zugreift, wird die entsprechende Operation transparent an das eigentliche Zielobjekt weitergeleitet. Dieser Mechanismus ist von zentraler Bedeutung für die Erstellung von Verknüpfungen, die Verwaltung unterschiedlicher Versionen von Programmbibliotheken (insbesondere in Linux- und Unix-Umgebungen) sowie die effiziente Organisation komplexer Verzeichnisstrukturen, ohne dabei physische Daten duplizieren zu müssen. Symbolische Verknüpfungen unterscheiden sich grundlegend von Hardlinks: Während Hardlinks direkt auf den Inode verweisen – also die Datenstruktur, die die Datei physisch beschreibt –, referenzieren Symlinks lediglich den Dateipfad. Ein wesentlicher Vorteil von Symlinks besteht darin, dass sie über verschiedene Dateisysteme oder Partitionen hinweg funktionieren können, wohingegen Hardlinks meist auf dasselbe Dateisystem beschränkt sind. Technisch gesehen besteht der Inhalt einer Symlink-Datei lediglich aus der Pfadangabe im Textformat, die zum Ziel führt.